Hier ein interessanter Artikel mit der Headline: „Jung und Matt“:
http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/0,1518,626895,00.html
Zitat:
„Einmal sagte die 27-Jährige zu und lernte in gerade mal sechs Monaten bei der Hamburger Agentur Jung von Matt die Werber-Welt nur zu gut kennen. “Die Arbeitszeiten waren krass. Oft habe ich für die läppischen 500 Euro im Monat auch am Wochenende an Kampagnen für `Bild oder `Ricola gesessen”, sagt Dohna.“
So viel zu den schönen und nett gemeinten Aussagen in der Job-Rubrik.
ich würde gerne mal ein wochenende an kampagnen für ricola und bild sitzen. ist nicht das schlechteste. ich habe in mehreren agenturen gemacht, dass sich nur die schlechten praktikanten beschweren. die guten setzen sich durch.
abgesehen davon finde ich 500 tacken im praktikum ziemlich gut.
ich habe (in einer anderen gro0en agentur) nur 400 bekommen. und ich kenne auch leute, die weniger bekommen haben.
aber hier gilt: man kann nirgendwo so schnell aufsteigen wie in der werbung. 1800 euro sind ein klassisches junioren-einstiegsgehalt. ich habe schon nach einem jahr (und einem agenturwechsel) 2800 bekommen. mit 22 jahren ist das ein äußerst gutes gehalt, finde ich.
Wenn man Freunde (außerhalb der Werbung) und Verwandte abschreiben will, und sein Leben nur noch nach der Werbung ausrichtet, kann man das evtl. schaffen. Ich finde aber das man jungen Menschen keine falschen Illsuionen machen sollte.
Außerdem ist bei dem angegebenen Gehalt der wahre Stundelohn (Überstunden und Wochenendarbeit werden ja nicht vergütet) recht fraglich, oder?
dazu stellt sich dann auch noch die frage, warum fertig studierte leute überhaupt noch ein praktikum machen sollen/müssen? es gibt auch sowas wie eine probezeit.